des plis en plus, 2005

Die "des plis en plus"-Serie ist eine geometrische, materialtechnische und konstruktive Übung (auch in Zeichnungen dokumentiert), die die Rhetorik von dynamischem Raum, Kinematik und Performance in einer Low-Tech-Struktur umsetzt.

Der "Sitzplatz am Ereignishorizont" (des plis en plus - eine Raumfaltenwelt, Swiss Art Awards, Basel, 14. - 20. Juni 2005 und Ein Sitzplatz am Ereignishorizont, Akademie Schloss Solitude, 14. Mai - 25. Juni 2005) ist ein Ort, der zum Hinsetzen und Stöbern in den Büchern einlädt. Die Objekte sind gefaltet aus langen Wellkartonrollen, sie haben "noch mehr Falten". In die Objekte hineingefaltet sind Schilderungen von Orten und Dingen. So zieht die Architektin Parallelen zum Begriff des Ereignishorizonts aus der Physik. Der Ereignishorizont, so vermuten Astrophysiker, ist die Grenze, an der Masse zu Information transformiert wird, und umgekehrt. Vollständig zusammengefallen in den dichten Sitzobjekten verschwinden also die Geschichten, um in den Büchern wieder aufzutauchen:

des plis en plus


"In many galaxies where black holes devour material greedily – generating a phenomenon that astronomers call an active galactic nucleus (AGN) – stars form at a precipitous rate in episodes known as starbursts. How can these two seemingly disconnected processes be so intimately related?"
(Kimberly Weaver in Scientific American, July 2003)

Projekt: Diaphanarch, Sabine von Fischer, 2005